Welche Bedeutung hat Jugendschutz?

Jugendschutz bedeutet mehr als „Muttizettel“ und Verbote. Vielmehr bewirkt der Jugendschutz mehr gesetzlichen Urlaub als Erwachsene (vgl. § 19 Absatz 2 Jugendarbeitsschutzgesetz mit § 3 Bundesurlaubsgesetz) und „Welpenschutz“ bei Verträgen. Das bekannte Jugendschutzgesetz ist allerdings zu alt für den eSports, weshalb der eSports hiervon eigentlich nicht mehr geregelt wird.

Wie wirkt sich der Jugendschutz im eSports aus?

Jugendschutz richtet sich in erster Linie an die Veranstalter und die Mediendienstleister (Online und TV), um Kinder und Jugendliche zu schützen. Eine wichtige juristische Frage ist, ob die USK-Altersfreigabe des Spiels auch für das Zuschauen gemäß § 11 Jugendschutzgesetz gilt. Zwar sind Zuschauer nicht den gleichen Reizen ausgesetzt sind wie Spieler, dennoch wird empfohlen, die USK-Altersfreigabe auch für das Zuschauen heranzuziehen. Eine andere Frage ist, ob auch die Streaming- und TV-Übertragungen von der USK-Altersfreigabe des Spiels abhängen soll, § 5 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Auch hier wird empfohlen, sich nach der USK-Altersfreigabe zu richten.

Dürfen minderjährige eSpieler auch nach 20 Uhr an Turnieren teilnehmen?

Wenn minderjährige eSpieler für einen Clan spielen und mit diesem einen Arbeitsvertrag haben, dann sind die eSpieler minderjährige Arbeitnehmer, für die § 14 Absatz 1 Jugendarbeitsschutzgesetz gilt. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen minderjährige Arbeitnehmer nach 20 Uhr eigentlich nicht mehr arbeiten. Und dennoch kommt dies immer wieder vor. Ein gutes Beispiel sind minderjährige Fußballer in den Bundesligen.